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Kommunalwahl Schule

Schulpolitik und ihre Tücken….

Politik scheint manchmal doch ein recht kurzlebiges Geschäft zu sein. Da werden Beschlüsse gefasst (im übrigen nach langer Diskussion und dann mit den Stimmen aller Fraktionen) und dann auch trotz Haushaltssicherungskonzept realisiert, nur um dann im nächsten Wahlkampf wieder auf das politische Parkett gezerrt zu werden. Dass so etwas bloß leere Worthülsen sind, hat Jochen Bilstein bereits ausgeführt.

Ich würde nicht bloß von Wahlkampf sprechen. Das hat zwar in der CDU Tradition, denn schon Adenauer prägte den Halbsatz „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern…“. Man muss für den Altkanzler allerdings eine Lanze brechen, denn der Satz ging noch weiter: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“ Und das sind tatsächlich weise Worte, denn auch in der Politik darf man Fehler machen… man sollte sie nur nicht zu oft wiederholen. Was Frau Lück hier bietet ist aber nicht bloß Wahlkampf, sondern meiner Meinung nach purer Populismus und davon haben wir eigentlich in der heutigen Politiklandschaft schon genug.

Mir fällt nur kein passenderer Begriff ein als „Populismus“. Nach den Ausführungen zum Rhombus Gelände wird nun ein Thema aus der Versenkung geholt, was die Bevölkerung reizt, aber eigentlich schon längst vom Tisch ist. Und ganz offensichtlich ohne groß darüber nachzudenken, warum denn eine Sekundarschule im Rat beschlossen worden ist und eben keine Gesamtschule. Wobei nachdenken auch gar nicht nötig gewesen wäre, man hätte auch einfach die parteieigenen Ratsmitglieder fragen können.

Das soll nicht heißen, dass es beim Thema Sekundarschule keinen Verbesserungsbedarf gibt. Da reicht ein Blick auf das aktuelle Raumangebot. Und es soll schon gar nicht heißen, dass man das Konzept nicht auch frei nach Adenauer noch einmal überdenken sollte wenn man denn weiser geworden ist und es sich als fehlerhaft entpuppt hat. Aber der erste Abschlussjahrgang der Sekundarschule hat erst vor kaum 2 Monaten seine Zeugnisse erhalten! Man sollte dem Konzept doch zumindest die Chance auf Erfolg geben.

Von Markus Richert

38 Jahre alt und in Wermelskirchen aufgewachsen, hat es mich nach Studium und Promotion wieder zurück in unsere sympathische Kleinstadt verschlagen. Seit 2001 Mitglied in der SPD, stehe ich jetzt ein für mehr Mut in der Kommunalpolitik, um auch größere Projekte anzugehen. Das will ich im Stadtrat durchsetzen.

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